Ob verschlucktes Putzmittel, eine Medikamentenverwechslung oder ein Kind, das an einer Pflanze geknabbert hat: Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist schnelles, richtiges Handeln entscheidend, und die Giftnotrufzentralen sind darauf spezialisiert, in Sekunden eine Einschätzung zu geben.
Sofortmaßnahmen
Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Krampfanfällen sofort die 112 wählen. Ist die betroffene Person ansprechbar, ruf umgehend die zuständige Giftnotrufzentrale an, sie ist bundesweit rund um die Uhr erreichbar. Provoziere kein Erbrechen und gib nichts zu trinken, außer die Giftnotrufzentrale rät ausdrücklich dazu, manche Substanzen richten beim Erbrechen zusätzlichen Schaden an.
Was du am Telefon bereithalten solltest
Um welche Substanz oder welches Produkt es sich handelt (am besten die Verpackung griffbereit), die geschätzte Menge, der Zeitpunkt der Einnahme, Alter und Gewicht der betroffenen Person sowie aktuell erkennbare Symptome. Je genauer diese Angaben, desto präziser die Einschätzung am Telefon.
Giftnotrufzentralen in Deutschland
Es gibt mehrere regionale Giftnotrufzentralen in Deutschland, die bundesweit erreichbar sind, unter anderem in Berlin, Bonn, Erfurt, Freiburg, Göttingen, Homburg, Mainz, München und Nürnberg. Die jeweils aktuelle Telefonnummer findest du zuverlässig über eine Suche nach „Giftnotruf“ plus dem Namen der nächstgelegenen Zentrale oder über deinen Hausarzt.
Diese Seite ersetzt keine medizinische Beratung. Bei jedem ernsthaften Vergiftungsverdacht gilt: lieber einmal zu viel anrufen als zu spät.